Zweisimmen ist schön. Wir leben und arbeiten im oberen Simmental - also da, wo andere Urlaub machen. Aber manchmal zieht es uns doch auch in die weite Welt. Einmal, um zu sehen, wie Menschen in anderen Regionen, Ländern, ja sogar Erdteilen leben und glauben; zum anderen aber auch um eigene Erfahrungen zu machen.
Die beiden Partnerschaftsprojekte in Rumänien und Malawi waren in der Vergangenheit interessante Ziele. Rumänien wird es bleiben. Im Wechsel mit den rumänischen Partnergemeinden besuchen wir oder werden wir besucht.
Aus Malawi müssen wir uns schweren Herzens zurückziehen, da eine zuverlässige Arbeit nicht mehr gewährleistet ist. Siehe OeME-Arbeit.
Aber auch für Gemeindeglieder, die nicht so weit reisen wollen, bieten wir etwas an: mal haben wir das verwunschene Val Sinistra im Engadin besucht, dann waren wir in Ostfriesland und im April 2018 in Köln. Siehe Gemeindefahrt Köln.
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OeME-Arbeit
«OeME» ist natürlich, wie so vieles in Kirche und Gemeinde eine Abkürzung für Insider. Hinter den vier Buchstaben verbirgt sich die Gruppe Ökumene, Mission und Entwicklung der Kirchgemeinde Zweisimmen. Ihre Aufgabe ist es, den Gedanken der weltweiten Christenheit, der angemessenen Verbreitung der frohen Botschaft und der Verantwortung für die globalisierte Welt im Alltag der Kirchgemeinde vor Ort deutlich sichtbar zu machen.
Der Kirchgemeinderat hat dazu verschiedene interessierte Gemeindeglieder beauftragt.
In der Vergangenheit haben wir verschiedene Projekte aus dem Katalog der weltweit unterstützten Partnerorganisationen des Hilfswerks evangelischer Kirchen in der Schweiz (HEKS) ausgewählt und Jahr für Jahr ein anderes in den Mittelpunkt gestellt. Ein Schwerpunkt war die von der OeME-Gruppe organisierte und durchgeführte Adventssammlung mit einem Stand an der Zweisimmer Weihnachtsstimmung, einem Spendenaufruf in der November- oder Dezember-Ausgabe des Kirchenblattes und Spendendosen in der Geschäften. In der Passionszeit wurde mit der katholischen Kirchgemeinde ein ökumenischer Suppensonntag durchgeführt, der die Projekte vom Fastenopfer und Brot für alle zum Gegenstand hatte.
Und wir machen uns Gedanken über die Zukunft der OeME-Arbeit. Ursprünglich war die Aufgabe der OeME, die Verantwortung der Ortsgemeinde für notleidende Menschen in aller Welt, für die internationale Ökumene und für ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Schweiz wahrzunehmen und durch verschiedene Veranstaltung im Bewusstsein der Kirchgemeindeglieder zu verankern. Dies ist sicherlich auch heute weiter nötig, nur müssen wir überlegen, ob das noch in den überkommenen Strukturen weitergeführt werden soll. In Zweisimmen tritt die OeME-Gruppe bei der Adventssammlung und beim Suppensonntag in Erscheinung. Die Frage ist, ob es nicht auch andere Formen geben kann, diese Arbeit fortzuführen. Darüber sollten konzeptionelle Gespräche geführt werden.
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Ausflug 2016
Bei geradezu idealem Wetter traf sich der Altenkreis Üsää Dorfet am 17. Mai 2016 beim Bärenplatz zum Ausflug zur Chemi-Stube oberhalb von St. Stephan. 53 Senioren hatten sich bei Lilly Zeller angemeldet. Mit einem großen und einem kleinen Car ging es durch die Frühlingslandschaft hinauf zur Chemi-Stube. Hier und da lagen noch kleinere Schneereste, aber ansonsten waren die Bergwiesen und Matten schon saftig grün, übersät mit den gelben Knöpfen des Löwenzahns, weiter oben grüßten die letzten Krokusse.
In der Chemi-Stube wurden wir schon vom Ehepaar Kohli und ihren Mitarbeitenden erwarten. Und so dauerte es auch gar nicht lange, bis ein zünftiger z’Vieri-Teller vor uns auf den Tischen stand. Bei gutem Essen und Trinken flog die Zeit im Flug vorbei, zumal jeder von uns auch viel zu erzählen hatte – fast als müßten wir auf Vorrat mit einander „dorfen“, denn schließlich trifft sich unser Altenkreis ja erst im Oktober wieder; und das ist eine lange Zeit.
Nachdem wir die herrliche Aussicht auf dem Platz und der Terrasse vor der Chemi-Stube genossen hatten, ging es mit den beiden Cars wieder zurück.
Und wie gesagt: jetzt macht der Altersnachmittag Üsää Dorfet erst einmal Pause. Im Oktober geht es mit einem interessanten und abwechslungsreichen Programm weiter.
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Flüchtlinge und Asylanten
„Humor ist, wenn man trotzdem lacht!“
Eine beeindruckende Ausstellung von Zeichnungen und Karikaturen fand am Auffahrtstag im Beinhaus Zweisimmen statt. Mehr als 30 Personen kamen nach dem Gottesdienst zum Kirchencafé ins Beinhaus. Dort stellte der kurdische Künstler Sunday seine Werke aus.
In den letzten Jahren seit der Eskalation der Verhältnisse im Grenzgebiet zwischen der Türkei, Syrien und dem Irak entstanden, zeigten die Werke doch den mal feinen hintersinnigen, mal deftig ironischen Humor der Menschen dort. Auch in der größten humanen Katastrophe haben sie ihren Humor nicht verloren, helfen vielleicht auch solche technisch und handwerklich hochstehende Karikaturen und Zeichnungen, das Elend der Daheimgebliebenen und den Verlust der Heimat wenigstens ein Stück weit zu verarbeiten.
Die Besucher der Ausstellung waren beeindruckt von der Qualität der Zeichnungen; spontan kam sogar der Wunsch auf, einige der Bilder zu erwerben. Doch der Künstler lehnte freundlich, aber bestimmt ab. Diese Zeichnungen sind Teil, wichtiger Teil seiner ganz persönlichen Geschichte – und Leben ist nun mal unverkäuflich.
Vor den Bildern ergaben sich eine Reihe von angeregten Gesprächen über die Gründe, die die Menschen in dieser Weltgegend bewogen haben, ihre Heimat zu verlassen. Unter dem Eindruck des Gesehenen wurden die Diskussionen bei Kaffee, Tee und Kuchen bis in die Mittagsstunde fortgesetzt.
Günter O. Faßbender
Seit Mitte Januar 2016 sind in der Märithalle in Zweisimmen Flüchtlinge und Asylanten vorübergehend untergebracht. Viele Freiwillige engagieren sich in Absprache mit der Gemeindeverwaltung und dem Träger der Einrichtung in ihrer Freizeit für diese Menschen. Sehr erfolgreich lief eine Aktion, um Winterkleidung zu sammeln. Weitere Aktivitäten werden geplant. Auskünfte dazu erteilen Peter Hunziker und Pfarrer Faßbender.
Wer diese Arbeit auch finanziell unterstützen möchte, kann gerne eine Spende auf das Konto 30-7246-1, CH07 8085 6000 0042 4724 5 bei der Raiffeisenbank Obersimmental überweisen.
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Altersausflug zum Rossberg am 20. Mai 2015
Weit über 50 ältere Gemeindeglieder liessen sich nicht vom kalten und regnerischen Wetter abschrecken und machten sich am 20. Mai auf den Weg zum Rossberg oberhalb von Oberwil. Die diesjährige Abschlussfahrt der Altersnachmittag war von Lilly Zeller in bewährter Form vorbereitet worden; an dieser Stelle bereits ein ganz herzliches Dankeschön für die gute Organisation.
Mittags um 13.00 Uhr bestiegen die Gäste zwei Busse und zwei PKWs. Kurze Zeit später ging es über die steile und kurvige Strecke hinauf auf den Rossberg. Im dortigen Lokal wurden wir von dem zupackenden Team herzlich willkommen geheissen. Zur Begrüssung gab es einen leckeren Tee aus Alpkräutern. Eine feine Pastete wurde anschliessend zur Stärkung gereicht. Da wir eine recht grosse Gruppe waren, mussten wir uns auf zwei Räume verteilen. Das tat aber der guten Unterhaltung keinen Abbruch, und die Zeit verging wie im Fluge.
Wohlbehalten kehrten wir am späten Nachmittag nach Zweisimmen zurück. Ein würdiger Abschluss für dei Saison 2014/2015 - und wir alle sind schon gespannt darauf, wie es im Oktober mit dem Programm von "Üsää Dorfet" weitergeht. Und auf den nächsten Ausflug im Mai 2016 freuen wir uns ganz besonders.